• Sarah

Pack die Badehose ein - eine Geschichte zum Strammen Max

Wenn man in der Schule sitzt, über seinen Büchern schwitzt

Und es lacht der Sonnenschein, dann möcht man draußen sein

Ist die Schule endlich aus, geh'n die Kinder froh nach Haus

Und der kleine Klaus ruft dem Hänschen hinterher:

Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein

Und dann nischt wie raus nach Wannsee

Ja, wir radeln wie der Wind durch den Grunewald geschwind

Und dann sind wir bald am Wannsee

Hei, wir tummeln uns im Wasser wie die Fischlein, das ist fein

Und nur deine kleine Schwestern, nee, die traut sich nicht hinein

Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein

Denn um Acht müssen wir zuhause sein

"Woll'n wir heut ins Kino geh'n und uns mal Tom Mix anseh'n?"

Fragte mich der kleine Fritz, ich sprach "Du machst 'n Witz!

Schau dir mal den Himmel an, blau soweit man sehen kann.

Ich fahre an den Wannsee und pfeife auf Tom Mix."

Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein

Und dann nischt wie raus nach Wannsee

Ja, wir radeln wie der WInd durch den Grunewald geschwind

Und dann sind wir bald am Wannsee

Hei, wir tummeln uns im Wasser wie die Fischlein, das ist fein

Und nur deine kleine Schwester, ach, die traut sich nicht hinein

Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein

Denn um Acht müssen wir zuhause sein

Hei, wir tummeln uns im Wasser wie die Fischlein, das ist fein

Und nur deine kleine Schwester, ach, die traut sich nicht hinein

Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein

Denn um Acht müssen wir zuhause sein


Dieses Lied von Conny Froboess und den Schöneberger Sängerknaben von 1951 ist zwar mittlerweile ziemlich Old School, bringt bei mir aber immer noch das Gefühl von Sommerfrische, von Sommerfreien und Strandbädern, langen Nachmittagen auf der Luftmatratze im See, mit Pommes mit Mayo und Ketchup, bunten Schwimmreifen, Wasserbomben und Zitronenlimonade.


Auch in München gibt's leckeren Strammen Max - im Cotidiano am Promenadenplatz

Für viele Berliner war und ist das ultimative Strandbad der im Lied so heiß ersehnte Wannsee, das Naherholungsgebiet schlechthin, auch oft die Badewanne der Berliner genannt. Und tatsächlich gehört es zu den größten Freibädern an einem europäischen Binnengewässer und wird als städtisches Freibad von den Berliner Bäder Betrieben verwaltet.


Seine Geschichte begann pünktlich zum Sommerbeginn im Mai 1907, als der Landrat von Teltow das bis dahin verbotene, aber doch im Stillen bereits praktizierte Baden im Großen Wannsee erlaubte. Und so zog man fortan mit Kind und Kegel in den Sommermonaten an den Wannsee. Die Badebekleidung war kurz nach der Jahrhundertwende natürlich noch strengstens nach Polizeiverordnung vorgegeben.


Zu dieser Zeit gab es das getrennt voneinander liegende und jeweils 65 m lange Herren- und Damenbad, sowie das 350 m lange Familienbad.


Einige Male wurde das Strandbad umgebaut, Umkleidebauten errichtet, Restaurants und Cafés hinzu gebaut und 1930 als modernes Weltstadtbad wiedereröffnet. In diesem Jahr sprengte es alle Besucherrekorde mit 1,3 Millionen Besuchern.


Da das Strandbad vom 2. Weltkrieg einigermaßen verschont geblieben ist, konnte der Betrieb gleich nach dem Krieg ab 1. Juni 1947 fortgesetzt werden. In dieser Zeit kam es durch die eingeschränkten finanziellen Mittel der Berliner Bäder Betriebe zur stetigen Sanierung zu einem fortschreitenden baulichen Verfall des schönen Bades. Weniger Besucher nutzen aufgrund von Urlauben im Ausland das Bad während des Sommers sowie der Teilung der Stadt und der hierdurch resultierenden Probleme der Infrastruktur sowie der öffentlichen Verkehrsmittel.


Eine begonnene Sanierung, die in den 80er Jahren wieder eingestellt wurde, startete im Jahr 2005 neu. Zum 100. Geburtstag des Bades im Mai 2007 wurde das Strandbad weitgehend wiederhergestellt wiedereröffnet und ist mittlerweile unter Denkmalschutz gestellt.


Der 1.275 Meter lange und 80 Meter breite Sandstrand bietet rund 50.000 Gästen Platz.

Aber nicht nur Conny Froboess besuchte in ihrem Lied „Pack die Badehose ein“ den Wannsee, auch die Ärzte sitzen am Wannsee während sie sich nach der einen Insel, nämlich Sylt sehen. Auch unzählige Filme und Bücher erzählen von dem legendären und noch immer bestbesuchten Strandbad Berlins, alten Zeiten und der Berliner Sommerlaune.


Ein passendes Rezept hierzu ist vielleicht der Stramme Max, ein urberlinerisches Gericht, wie es sicherlich im Hauptrestaurant Lido, des Strandbads Wannsee zu finden war.


Der Klassiker:


2 Scheiben duftendes Landbrot

2 Scheiben roher Schinken

2 Eier

2 EL Butter

Schnittlauch


Das Brot mit einem Esslöffel Butter beschmieren und mit rohem Schinken belegen. Die Eier mit dem zweiten Esslöffel Butter kross anbraten, auf das belegte Brot legen und mit Schnittlauch bestreuen.



Der Kreative:


2 Scheiben Brioche

Einige Blätter Spinat

2 Scheiben Bresaola

2 Eier

2 EL Butter

Parmesan


Die Butter erhitzen. Das Brioche goldgelb darin anrösten. Mit dem Spinat und dem Bresaola belegen. Die Eier kross anbraten, auf das belegte Brot legen und mit dem Parmesan bestreuen.


Bon appetit!

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