• Sarah

Meet me under the mistletoe

Ewige Liebe und ganz schön viel Glück das verspricht ein Kuss unter dem Mistelzweig den zwei Küssenden. Und wer nicht geküsst wird? Den erwartet ein weiteres Jahr ohne die große Liebe.


So sagt es der Brauch und wie es bei Bräuchen so ist: auch wenn es nicht bewiesen ist, man hält sich vorsichtshalber dran.


Deshalb hängt man ihn jedes Jahr auf neue in Türrahmen, an Decken und Lampen und erfreut sich in der Zeit, in der man sich nicht darunter küsst, an seinen immergrünen Beerenzweigen.


Tatsächlich gibt es den Brauch Mistelzweige aufzuhängen schon sehr lange. Schon immer galt die Mistel als besonders mysteriös und heilig. Deshalb wollte man in früheren Zeiten böse Geister, Feuer und Unheil mit ihr abwenden. Von den Germanen wurde sie traditionell zur Wintersonnenwende geschnitten und als Glücksbringer verwendet. Des Weiteren wurden die Misteln gegen Krankheiten, für Fruchtbarkeit und das ewige Leben eingesetzt, so bereits vor 2300 Jahren von Hippocrates. Und auch der allseits beliebte Miraculix braute den Zaubertrank für Asterix und sein Dorf mit Mistelzweigen.


Und wie kam es nun zum dem Brauch sich unter dem Mistelzweig zu küssen? Eine nordische Göttersage besagt, dass der Mistelzweig die heilige Pflanze der Liebesgöttin Frigga war. Der böse Gott Loki wollte Friggas Sohn Balder töten. Um dies zu verhindern, sprach Frigga mit allen Tieren und Pflanzen, welche ihr versprachen diesem keinen Schaden zu zufügen. Eine Pflanze hatte Frigga jedoch vergessen - die Mistel. Und so traf ein Zweig der Mistel als Pfeilspitze Balder tötlich. Frigga weinte Tag und Nacht und ihre Tränen verwandelten sich in die weißen Beeren des Mistelzweigs. Die Sage endete gut, den Balder kam nach 3 Tagen ins Leben zurück und Frigga küsste jeden, der unter der Mistel vorbei ging. Und die Mistel musste Frigga versprechen, von nun an niemandem mehr zu schaden, sondern all denen, die unter ihnen stehen, einen Kuss als Zeichen der Liebe zukommen zu lassen.


Und wo wächst die Mistel? Schaut nach oben, wenn Ihr durch Parks und Mischwälder lauft, die Mistel ist ein Halbschmarotzer und wächst auf Wirtsbäumen wie Linden, Birken, Pappeln oder Apfelbäumen. Wer nicht so hoch klettern will, kauft sich seine Mistel einfach beim Gärtner und hängt sie zur Adventszeit in seinen Türrahmen. Der oder die Richtige wird - so das Schicksal es möchte - schon den Weg unter den Mistelzweig finden.


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