• Sarah

Dear Santa,

I’ve been good this year! I really, really like to have a dollhouse for christmas this year…


So oder so ähnlich beginnen weltweit die Brief an den Weihnachtsmann, das Christkind, Santa, Väterlichen Frost, den Nikolaus… und wie immer die magischen Figuren rund um das Weihnachtsfest genannt werden.


Der Inhalt liegt auf der Hand: ich habe mich gut benommen, deshalb habe ich eine lange Liste an Wünschen an dich. Doch einige Kinder schreiben dem Weihnachtsmann auch von ihren Problemen während des Jahres, ihren Herzenswünschen und -anliegen.


Als ich Kind war habe ich diesen Brief, der allerdings meist nur aus einem Wunschzettel bestand nicht „selbst“ abgeschickt. Meine Mutter nahm ihn vertrauensvoll an sich, um ihn weiterzuleiten. Doch wie ich in meiner Recherche herausgefunden habe, ist das Abschicken dieses Briefes wohl gang und gäbe.


Hier einige Adressen, die offiziell angegeben werden:


Die britische Royalmail empfiehlt folgende Adresse:

Santa/Father Christmas

Santa's Grotto

Reindeerland

XM4 5HQ


Die kanadische Post gibt diese Adresse raus:

Santa Claus North Pole H0H 0H0 Canada



Und auch die deutsche Post gibt einige Adressen der jeweiligen Weihnachtsfiguren raus.


Da ist beispielsweise das Büro in Himmelpfort, Brandenburg. Hier sitzen jedes Jahr ab Mitte November der Weihnachtsmann mit seinen Helfern und beantworten Briefe.


Über 300.000 Briefe gehen dort jährlich ein. Teils wird standardisiert geantwortet, teils auf beschriebene Probleme der Kinder eingegangen.


Die Adresse in Himmelpfort:

An den Weihnachtsmann

Weihnachtspostfiliale

16798 Himmelpfort



Die Adresse in Himmelsthür:

An den Weihnachtsmann

Himmelsthür

31137 Hildesheim

Ein kleine junge Dame ist in diesem Zusammenhang noch zu erwähnen. Sie war sich der Existenz des Weihnachtsmannes nicht sicher und schrieb statt an ihn an die Zeitung „Sun“ - vor über 100 Jahren.


Viele von uns sind im Laufe ihrer Kindheit der ein oder anderen Herausforderung gestellt, seinen Mitschülern, Freunden oder Familienmitgliedern Glauben zu schenken oder nicht. So auch der Frage, ob es magische Wesen wie Einhörner, die Zahnfee, Weihnachtsmann oder Christkind wirklich gibt.


Nun, die meisten Kinder stellen in dieser Situation die Eltern sogleich beim Abendessen zur Rede. So tat es auch eben diese kleine achtjährige Virginia O'Hanlon im Jahr 1897, die zu ihrem Vater Dr. Philip O'Hanlon ging und ihn fragte, ob Santa Claus wirklich existierte. Dieser wusste, wie sicherlich auch heute noch viele Eltern, keine passende Antwort auf die Frage und schlug vor, die kleine Virginia solle doch der Zeitung New York Sun diese Frage stellen.


Die Antwort des Verlegers der New York Sun rührte viele Leserherzen und ist bis heute, der am häufigsten kopierte Zeitungsartikel der Geschichte.

Übersetzt ins Deutsche habe ich Euch diese schöne vorweihnachtliche Geschichte hier aufgeschrieben: 


Virginias Brief:

„Lieber Redakteur: Ich bin 8 Jahre alt.

Einige meiner kleinen Freunde sagen, dass es keinen Weihnachtsmann gibt.

Papa sagt: ‚Wenn du es in der Sun siehst, ist es so.‘

Bitte sagen Sie mir die Wahrheit: Gibt es einen Weihnachtsmann?

Virginia O’Hanlon.

115 West Ninety-fifth Street.“

Die Antwort der New York Sun:

„Virginia, deine kleinen Freunde haben unrecht. Sie sind beeinflusst von der Skepsis eines skeptischen Zeitalters. Sie glauben an nichts, das sie nicht sehen. Sie glauben, dass nichts sein kann, was ihr kleiner Verstand nicht fassen kann. Der Verstand, Virginia, sei er nun von Erwachsenen oder Kindern, ist immer klein. In diesem unseren großen Universum ist der Mensch vom Intellekt her ein bloßes Insekt, eine Ameise, verglichen mit der grenzenlosen Welt über ihm, gemessen an der Intelligenz, die zum Begreifen der Gesamtheit von Wahrheit und Wissen fähig ist.


Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann. Er existiert so zweifellos wie Liebe und Großzügigkeit und Zuneigung bestehen, und du weißt, dass sie reichlich vorhanden sind und deinem Leben seine höchste Schönheit und Freude geben. O weh! Wie öde wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe. Sie wäre so öde, als wenn es dort keine Virginias gäbe. Es gäbe dann keinen kindlichen Glauben, keine Poesie, keine Romantik, die diese Existenz erträglich machen. Wir hätten keine Freude außer durch die Sinne und den Anblick. Das ewige Licht, mit dem die Kindheit die Welt erfüllt, wäre ausgelöscht.

Nicht an den Weihnachtsmann glauben! Du könntest ebenso gut nicht an Elfen glauben! Du könntest deinen Papa veranlassen, Menschen anzustellen, die am Weihnachtsabend auf alle Kamine aufpassen, um den Weihnachtsmann zu fangen; aber selbst wenn sie den Weihnachtsmann nicht herunterkommen sähen, was würde das beweisen? Niemand sieht den Weihnachtsmann, aber das ist kein Zeichen dafür, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt. Die wirklichsten Dinge in der Welt sind jene, die weder Kinder noch Erwachsene sehen können. Sahst du jemals Elfen auf dem Rasen tanzen? Selbstverständlich nicht, aber das ist kein Beweis dafür, dass sie nicht dort sind. Niemand kann die ungesehenen und unsichtbaren Wunder der Welt begreifen oder sie sich vorstellen.


Du kannst die Babyrassel auseinanderreißen und nachsehen, was darin die Geräusche erzeugt; aber die unsichtbare Welt ist von einem Schleier bedeckt, den nicht der stärkste Mann, noch nicht einmal die gemeinsame Stärke aller stärksten Männer aller Zeiten, auseinanderreißen könnte. Nur Glaube, Phantasie, Poesie, Liebe, Romantik können diesen Vorhang beiseiteschieben und die übernatürliche Schönheit und den Glanz dahinter betrachten und beschreiben. Ist das alles wahr? Ach, Virginia, in der ganzen Welt ist nichts sonst wahrer und beständiger.


Kein Weihnachtsmann! Gott sei Dank! lebt er, und er lebt auf ewig. Noch in tausend Jahren, Virginia, nein, noch in zehnmal zehntausend Jahren wird er fortfahren, das Herz der Kindheit zu erfreuen.“


Vielleicht hilft diese Geschichte einigen verzweifelten Eltern ihren Kindern eine Antwort auf diese allzu gern gestellte Frage zu geben. Vielleicht gibt sie aber auch einigen Erwachsenen Trost, die im Alltag oftmals viel zu beschäftigt sind, die Dinge zu sehen, die mit Verstand und bloßem Auge nicht zu erkennen sind wie Liebe und Großzügigkeit und Zuneigung und der Weihnachtsmann. 


Meine Freunde und ich schreiben unsere Wunschzettel übrigens traditionell bereits am Abend des Thanksgiving Festes mit vollem Truthahnbauch und beim Genuss des Desserts und einem glühend heissen, duftenden Wassail Punsch. Die Briefe kommen in unseren Santa-Briefkasten und werden an Heilig Abend im Kamin verbrannt (so erhält Santa die Wünsche durch den Rauch im Kamin).


Ein Dessert, bei dem es sich wunderbar Wunschzettel schreiben lässt, ist folgendes:

Salted Caramel Apple - Pies mit Cheesecake-Creme


Für 6-8 Dessertfreaks (je nach dem, was noch in den Truthahnbauch passt)


Für den Teig (man kann übrigens auch einen Mürbeteig oder auch einen Blätterteig fertig kaufen… wenn man mit den restlichen Thanksgiving Vorbereitungen zu viel zu tun hat) :

600 g Mehl

2 TL Zucker

2 TL Salz

450 g Butter



Zubereitung:


Alle trockenen Zutaten mischen und die geschnittene Butter nach und nach untermischen. 350 ml eiskaltes Wasser nach und nach einfliessen lassen. Kräftig durchkneten. Und in einer Schüssel mindestens 2 Stunden im Kühlschrank kühlen lassen.


Für die Salzkaramell-Sauce:

200 g Zucker

100 g Butter

100 ml Sahne

1-2 Tl Salz

Zubereitung:


Den Zucker in einem Kochtopf unter ständigen Rühren schmelzen lassen. Sobald er braun wird die Butter hinzufügen - Vorsicht beim umrühren, da die Masse heiß blubbert. Die Sahne hinzufügen, weiter rühren. Später das Salz nach Geschmack hinzugeben. In ein Glas geben und im Kühlschrank abkühlen lassen.

Für die Füllung:

2 EL Butter

6 Äpfel - geschält und in kleine Würfel geschnitten

200 ml Salted Caramel Sauce

100 g brauner Zucker

1 TL Salz

1 TL Zitronensaft

1 Prise Zimt

1 Prise Muskat

6 EL Maisstärke

2 TL Vanilleextrakt

1 Ei

Zubereitung:


Die Butter schmelzen lassen. Die Apfelwürfel hinzufügen. Wenn die Äpfel bereits etwas braun sind die Salted Caramel Sauce hinzugeben. Brauner Zucker, Zimt, Salz, Zitronensaft, Muskat und Maisstärke hinzugeben und ordentlich verrühren. Wenn die Masse anfängt einzudicken von der Herdplatte nehmen. Das Vanilleextrakt einrühren und abkühlen lassen.


Ca. 3/4 des Teig ausrollen und Kreise ausstechen, die in eine Muffinform oder in kleine Souffleformen passen. Die Formen buttern und mit den Teigkreisen auslegen. Den restlichen Teig ausrollen und kleinere Kreise als Deckel ausstechen.


Die Füllung in die in die vorbereiteten Teigformen geben. Mit den Deckeln abdecken und mit einer Flüssigkeit aus einem Eigelb und etwas Wasser abpinseln.


Den Ofen bei 200 Grad Umluft vorheizen. 25 Minuten backen. Und abkühlen lassen.


Für die Cheesecake-Creme:

200 g Frischkäse

50 g Zucker

1 TL Vanillezucker

1 TL Zitronensaft

100 ml geschlagene Sahne


Zubereitung:

Alle Zutaten mischen und kaltstellen. Zu den Apple-Pies servieren.


Bon Appetit.

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