• Sarah

Christmas drinks... egg nog

Egg nog

Ei oder Huhn- was kam zuerst?


Diese jahrhunderte alte Frage werden wir wohl erstmal nicht klären, doch für einen Cocktailian in der Weihnachtszeit ist es wohl auch nur wichtig, was danach kam. Und das war der Egg nog, eine Art Eierpunsch.




Bekannt ist er uns aus vielen romantisch-kitschigen amerikanischen Weihnachtsfilmen, in denen der fröhliche Familienvater im Rentierpulli strahlend Egg nog an die Verwandschaft verteilt. Der Egg nog ist ein Muß-Getränk zu Weihnachten in den USA. Ursprünglich jedoch, kommt es wie so viele Weihnachtstraditionen aus England.

Bereits im 13th Jahrhundert tranken Mönche ein ähnliches Getränk mit Eiern und Feigen, damals bekannt unter dem Namen Posset. Im 18. und 19. Jahrhundert war er der Aristokratie vorbehalten. Milch und Eier kamen von den großen Gutshöfen, die im Besitz eben dieser waren. Gemischt mit Brandy, Sherry oder Madeira wurde der Egg nog daraus.

Bereits im 18. Jahrhundert überquerte das Egg nog Rezept den Atlantik, zum ersten Mal schriftlich erwähnt wurde er 1796 in Philadelphia. In amerikanischen Kochbüchern finden sich seit 1839 Rezepte dafür. Allerdings substituierte man Brandy und Sherry mit Rum, der in dieser Zeit einfach leichter zu bekommen war.

Die Herkunft des Namens ist umstritten. Egg ist klar, das sind die Eier des Eierpunschs, aber ob das Wörtchen "nog" mit dem Holzgefäß namens Nogwar zu tun hatte, das in englischen Kneipen populär war, ob es vom Wort noggin abgeleitet worden ist, das in einem englischen Dialekt noggin genannt wurde oder ob einfach die Worte „egg-and-grog“ mit der Zeit zusammengezogen worden sind, wird bei den Cocktailhistorikern noch immer diskutiert.


Ebenso ist die Tatsache ungeklärt, warum er so beliebt zur Weihnachtszeit ist. Vielleicht, weil die Zutaten vor einigen Jahrzehnten noch zu den luxeriöseren Lebensmitteln gehörten. Vielleicht, weil er traditionell warm serviert wird und somit von Haus aus ein Wintergetränk ist.

Fertig zu kaufen gibt es ihn in den USA ab Halloween in jedem Supermarkt, sogar in der Non-dairy-soymilk Variante (also mit Sojamilch), dies ist in Deutschland nicht so einfach, deshalb habe ich hier ein Rezept für Euch:


Für 4 bis 6 Portionen

  • 3 Eier, getrennt

  • 40 g Zucker

  • 250 ml Milch

  • 350 ml Sahne

  • 180 ml Bourbon

  • 30 ml Dunkler Rum

  • 120 ml Cognac

  • Muskatnuss gerieben


Die Eidotter schlagen bis sie hellgelb sind. Zucker zufügen. Die Milch und 200 ml der Sahne unter Rühren zugeben, ebenso wie Bourbon, Rum und Cognac. Kurz vor dem Servieren die Eiweiße steif schlagen und unter die Masse heben. Ebenso die restliche Sahne steif schlagen und unterheben. Mit Muskat würzen und servieren.


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