• Sarah

Advent, Advent... wir starten ins erste Wochenende!

Advent Advent ein Lichtlein brennt, erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht das Christkind vor der Tür. Diesen Kinderreim kann jedes Kindergartenkind aufsagen, am liebsten natürlich mit dem Zusatz "und wenn das fünfte Lichtlein brennt, dann hast du Weihnachten verpennt."

Er beschreibt die Tradition des Adventskranzes, der seit fast 200 Jahren einen Brauch zur Adventszeit darstellt. Genau wie der Adventskalender zählt er sozusagen den Countdown zum Heiligen Abend und wurde, so ist es überliefert erstmalige vom evangelischen Theologen Johann Hinrich Wichern im Jahr 1839 verwendet. Knapp hundert Jahre später, war er auch in katholischen Heimen zu finden. Wichern war es wohl leid, den Kindern, die bei ihm wohnten, immer wieder zu erklären, wann Weihnachten sei. So bastelte er einen Holzkranz mit 20 kleinen Kerzen und 4 großen weißen Kerzen als Kalender. Die großen weißen wurden an den Adventssonntagen angezündet. In Irland gibt es den Brauch noch einer fünften Kerze, die am heiligen Abend angezündet wird. In Norwegen sind alle Kerzen violett, in Schweden ist die erste Kerze weiß, alle anderen drei violett. Natürlich spielt auch die Symbolik eine Rolle, so ist der Kreis ein Symbol für die Ewigkeit, das Grün der Tannenzweige symbolisiert die Hoffnung, das zunehmende Licht kündigt die steigende Erwartung bis zur Geburt an.


Und was gibt es schöneres als jeden Adventssonntag gleich zum Adventsfrühstück eine weitere Kerze am Kranz anzuzünden. Gefolgt vom wöchentlichen Besuch des heimischen Weihnachtsmarkts. In diesem, krisengebeutelten Jahr 2020 ist dies vielleicht nicht so möglich wie in allen vergangenen und allen noch kommenden Jahren. Deshalb gibt's von mir ein paar Tipps, wie auch zu Hause das richtige Adventsfeeling aufkommen kann.


Für 4 Süßwarenklassiker-Fans: Gebrannte Mandel


Zutaten

250 g Rohrohrzucker

1 TL Zimtpulver

1 TL Vanilleessenz

Salz

400 g Mandelkerne

Zubereitung

Ca. 150 ml warmes Wasser, Zucker, Zimt, Vanille und Salz in die Pfanne geben und aufkochen lassen. Köcheln lassen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.

Dann die Mandeln hinzugeben und unter ständigem Rühren aufkochen lassen.

Mandeln im Zuckerwasser kochen lassen, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Dabei mehrmals mit einem Holzlöffel umrühren, damit nichts anklebt oder anbrennt. Sobald die Flüssigkeit verdampft, werden die Mandeln weiß, da der Zucker kristallisiert.

Die Temperatur reduzieren und so lange rühren, bis der Zucker karamellisiert und die Mandeln leicht glänzen. Gebrannte Mandeln sofort aus der Pfanne auf ein Backpapier geben und mit einem Holzspachtel voneinander trennen. Auskühlen lassen.


Für 4, die kalte Finger haben: Heiße Maroni


Zuerst die kleinen Spitzen mit einer Schere abschneiden.

Die Schale an der Bauchseite mit einem Küchenmesser bis zum Fruchtfleisch kreuzweise einschneiden.

Maronen mit der eingeschnittenen Seite nach oben auf ein Backblech legen 

In einen vorgeheizten Backofen (Umluft 175 °C) schieben.

Eine Schale Wasser in den Ofen stellen, damit die Maronen beim Rösten nicht austrocknen.

Etwa 20-25 Minuten rösten

Sobald die Einkerbungen weit aufgesprungen sind, sind die Esskastanien fertig

Sofort schälen, wenn die Maroni noch heiß sind


Für 4, die es knackig mögen: Bratwurst vom Grill


Grillen ist nur was für den Sommer? Ach was, im Winter lässt es sich ganz wunderbar am Grill aufwärmen, während die Bratwürste bruzzeln.


Probiert doch mal eine Entenbratwurst mit Rotem-Zwiebel-Chutney und Honig-Senf-Sauce


Zutaten für das Zwiebel Chutney


300 rote Zwiebel

1 El Olivenöl zum Andünsten

50 g Zucker

50 ml Portwein

20 ml Aceto balsamico

1 Lorbeerblatt

Meersalz


Zubereitung


Die Zwiebeln fein würfeln und andünsten. Zucker, Wein, Essig und Lorbeer zugeben und 20 Minuten kochen lassen. Später mit den Meersalz abschmecken.


Zutaten für die Honig Senf Sauce


2 EL Mayonnaise

1 EL mittelscharfer Senf

1 EL Dijon Senf (körnig)

2 EL Honig

1 TL Zitronensaft

Salz, Pfeffer


Zubereitung


Alle Zutaten gut mischen. Später würzen.


Alternativ kann ich eine Kräuterbratwurst oder Fenchel-Salsicce mit hausgemachtem Ketchup oder eine Käsekrainer mit einer sizilianischen Caponata empfehlen.


Für 4, die es knusprig lieben: Flammbrot


Zutaten


Hefeteig

500 g Weizen- oder Weizenvollkornmehl

1 TL Salz

1 TL Zucker

1 Pack Trockenhefe

4 EL Olivenöl

ca. 350 ml lauwarmes Wasser


Toppings 500 g Schmand

2 Knoblauchzehen

Salz und Pfeffer

2 Zwiebeln

200 g Schinkenwürfel

1 Prise Kümmel


Zubereitung


Alle Zutaten für den Hefeteig mischen und zu einem Teig verarbeiten. Zu einer Kugel formen und ca. 45 Minuten, an einem warmen Ort gehen lassen.

Den Schmand mit dem fein gehackten Knoblauch mischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden.

Den Hefeteig in 4 Teile teilen und dick zu ca. gleich großen Fladen ausrollen. Die Schmandcreme auf die Fladen streichen, Zwiebeln, Kümmel und Schinkenwürfel darüber verteilen und im vorgeheizten Backofen auf 175 Grad Umluft 20 Minuten backen.